Geboren 485 od. 480 v. Chr. in Salamis. Nach Aischylos und Sophokles war er der jüngste und modernste der drei großen griechischen Tragödiendichter. Mit seinen Stücken, v.a Medea, Iphigenie, Elektra oder Bakchen ist er einer der am meisten gespielten Dramatiker der Weltliteratur. Von seinem Leben ist nur wenig Sicheres überliefert; wichtige Daten ergeben sich vor allem durch seine Teilnahme an den öffentlichen Tragödienwettbewerben in Athen, die Euripides u.a. mit jener posthum aufgeführten Tetralogie gewann, zu welcher das Stück „Die Bakchen“ gehört. Er starb 406 v. Chr. in der makedonischen Hauptstadt Pella. Der Sage nach wurde er von wilden Hunden zerrissen - was wohl eher sinnbildlich zu verstehen ist, als Umschreibung seines Werkes, in dem die dionysisch-eruptive Ekstase eine zentrale Rolle spielt. Nach seinem Tod wurde er der während der gesamten Antike am häufigsten aufgeführte und gelesene Tragiker.