Was erregt deinen Zorn? »Ich werde zornig, wenn andere nicht meiner Meinung sind, ich werde zornig wenn ich mich schwach fühle, ich werde zornig, wenn ich Hunger habe und nichts zu essen da ist, ich werde zornig, wenn alles so lang dauert, ich werde zornig, wenn ich mich hilflos fühle, ich werde zornig, wenn ich müde bin, ich werde zornig, wenn mich andere darauf aufmerksam machen, dass ich zornig bin, ich werde ungern zornig, denn eigentlich versuche ich Zorn zu vermeiden, weil ich es für die größte menschliche Schwäche halte.« Braucht der Mensch Geschichten? »Der Mensch braucht Geschichten zur Unterhaltung.« Warum erzählst du Geschichten? »Eine Psychotherapie wäre einfach zu teuer. Nein, im Ernst: ganz banal, weil es mir Spaß macht.«

Geboren 1977 in Scherzingen, aufgewachsen in Konstanz. Seit 2002 Regiestudium an der Filmakademie Wien bei Michael Haneke. Werkbiografie: „Was ich noch sagen wollte“ (2004), Dokumentarfilm (8 min.); „Und über uns schließt sich ein Himmel aus Stahl“(2005), Kurzspielfilm, Verfilmung einer Kurzgeschichte von Thomas Brasch mit Michael Born, Anne-Christine Jahn und Udo Samel; „Drittersiebterneunzehnhundertachtundneunzig“ (2005/2008), Dokumentarfilm/Videoinstallation, Brut Wien, Mousonturm Frankfurt; „Letzte Orte“ (2007), Theatrales Projekt ohne Schauspieler im Freien für die Wiener Festwochen in Zusammenarbeit mit Tanzquartier Wien; „Krankheit der Jugend“ (2007), Episode/ Langspielfilm, Gemeinschaftsprojekt; „Verwehte“ (2007), Kurzspielfilm mit Ulrich Mühe, Susanne Lothar und Emily Cox, Koproduktion mit dem ZDF; Making of „Revanche“ (2008), Götz Spielmann; „Bambiland“(2009), Dokumentation der Inszenierung von „Bambiland“, theatercombinat. Auszeichnungen: 2007 Preis für das Beste Drehbuch (JANEK), Internationales Kurzfilmfestival der Filmakademie Wien; 2007 Preis für die Beste Schauspielerin an Emily Cox für ihre Rolle in „Verwehte“.